ANEKDOTEN IN GRÜN-WEISS

wenn ihr auch einiges in eurem Archiv habt, mailt uns bitte: Die 99 -er

 

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Rapidviertelstunde

RAPID - WAC 7:5 am 10. April 1921. Das rituelle Klatschen gab es seit 1919. Es fehlte nur noch die Bestätigung, dass RAPID im Fall des Falles auch ansprechen würde auf die magische Beschwörung. In der Meisterschaftspartie gegen den WAC gelang die Prüfung mit Hilfe des Zauberers Pepi URIDIL. Zur Halbzeit führt der WAC 4:2, als der Zauberrhythmus (zweimal lang, dreimal kurz: RAPID) ertönte, immer noch 5:3. Am Ende stand es 7:5 für die Grünweißen. Siebenfacher Torschütze: Josef URIDIL.

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Fresswelle

Nach dem ersten Weltkrieg herrschten in Wien Elend und Hunger. Im Frühjahr 1919, als RAPID auf Einladung von MTK und UTE nach Budapest reiste, verpflichtete Dionys SCHÖNECKER Franz KOUBA, den Reiseleiter, darauf zu achten, dass die unter Mangel leidenden Spieler auch ordentlich einschneiden. Stolz protokollierte Franz Kouba, wie der Torhüter KRAUPA das Plansoll erfüllte:
Frühstück: 1 Tee mit 5 Beugel, 6 Eier im Glas, 2 Marmelade mit 3 Brot
Mittag: 2 Rindsuppen, 2 Braten mit Beilagen, 2 Mehlspeisen und darauf noch einen Rostbraten mit Erdäpfeln
Jause in einer Konditorei: keiner der Mannschaft unter 25 Tortenschnitten und 4 Eiskaffee
Abendessen: 1 Reisfleisch, 2 Schweinsbraten mit Beilagen und 2 Mehlspeisen. Dazu Mineralwasser für die Gesundheit.

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Dialog

Hugo MEISL, der Verbandskapitän, fragt den Mittelläufer RAPIDs: "Pepi, sind Sie in Form?" Pepi SMISTIK antwortete zuversichtlich: "Natürlich, Herr Meisl." Meisl: "Gut, dann spielt der HOFMANN."

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Lehrspiel

1933 spielte RAPID als erste kontinentale Mannschaft auf der Insel. Die GLASGOW SUNDAY POST kommentierte das 3:3 gegen die RANGERS am 21. Jänner:
"Die Österreicher zeigten den Rangers, wie schottischer Fußball gespielt werden sollte. Wir können den Österreichern absolut nichts mehr lehren. 60.000 Zuschauer waren hingerissen."

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Länderkampf

Erstes Mitropacupfinale 1927. RAPID verlor in Prag gegen SPARTA 2:6, beim Rückspiel vor 40.000 Zuschauern siegten die Wiener 2:1. Während und nach dem Spiel erregten sich die Zuschauer über die Prager Spielweise, ein Spartaspieler wurde von einem Stein getroffen, der tschechische Verband brach die Beziehungen zu Wien ab. Friedrich TORBERG, der fußballbegeisterte Dichter: "Was ein richtiges Mitropacupmatch ist, muss auf der Botschaft zu Ende gespielt werden.

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Arsenal

Josef URIDIL bei des Spielerbesprechung vor dem Match gegen Arsenal in Brügge am 25. Mai 1953: "Die sind elf, wir sind elf, spülts euer Spiel und wemma g´wonnen ham, gibt´s a Sekterl."
Ein englischer Pressebericht: "Bei all der Wucht und Entschlossenheit, spürte man die leichte Musik des Wiener Walzers."

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Erzwungenes Jubiläum

WM 1958, letztes Spiel gegen England. Teamchef Pepi ARGAUER überlegte ernsthaft, ob er Ernst HAPPEL aufstellen sollte und neigte eher einem Nein zu. Von dieser Überlegung erfuhr man in Wien, und Rapidsekretär Rudolf SCHICK telegraphierte umgehend ins Teamlager: "Herzlichen Glückwunsch zum 50. Teameinsatz und zur RAPID-Ehrennadel." Der Teamchef war überrumpelt, stellte Happel auf, überreichte ihm vor Spielbeginn einen Blumenstrauß, und Happel bedankte sich artig mit einer starken Leistung. Das Match endete 2:2.

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Latte

Ernst HAPPEL trat sein Traineramt bei ADO DEN HAAG an. Es schüttet, die Holländer waren Amateure und nicht geneigt, das Training zu beginnen. Happel trieb sie hinaus und ließ eine Coladose aufs Kreuzeck legen. Vom Sechzehner aus schoss er sie hinunter. Dann noch einmal. Anschließend ließ er die goscherten Kicker antreten. Wer`s nachmachte, durfte unter die Dusche. Keiner erwischte die Dose, alle wurden pudelnass, zurückgeredet hat nie mehr einer.

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Eigentor

In Innsbruck probte das Team im Frühjahr 1954 für die WM im Juni gegen eine Vorarlberg-Auswahl. Beim Stand von 14:0 drehte sich Libero HAPPEL plötzlich um, überraschte aus gut 20 Metern Walter ZEMAN, stellte auf 14:1.
Happel zu seinem Freund Zeman: "Was willst du sein, der Panther von Glasgow? Des Orschloch von Hütteldorf bist!"
Happel zu seinen Mitspielern: "Mir war fad. Und außerdem hat der Tiger auch was zum Arbeiten ´braucht."
Happel zu den Reportern: "Ich wollte mit einem Drehschuss unsere Stürmer in Front bringen, unglücklicherweise ist mir der Ball aber abgerissen."

 


Mit freundlicher Genehmigung von Herbert FEURER

Johann KRANKL mit 22 Spielern im Trainingslager in Abano: Der Trainer holt den Mannschaftskapitän, seinen Freund Reinhard KIENAST zu sich: "Es gibt einen freien Nachmittag in Mailand. Trommel alle zusammen und lass´ abstimmen, ob´s ihr lieber einen Einkaufsbummel macht´s oder ins San Siro-Stadion geht's, Inter anschauen." Als KRANKL eine halbe Stunde später in Abstimmungszimmer kommt, muss er von KIENAST hören: "Die Abstimmung ist 11:11 ausgegangen." KRANKL genervt: "Ich geh´ jetzt noch einmal fünf Minuten raus. Und wenn ich zurückkomm´, wünsche ich, dass es 12:11 ausgegangen ist!"

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In Ernst DOKUPILS Trainerära besorgte Andy MAREK immer den ersten Aufbaugegner für das Stadthallenturnier. Gegen die Mannschaft aus seiner Heimatgemeinde Groß-Siegharts schießt sich RAPID immer am Vormittag des Heiligen Abends zwischen den Banden ein. Einmal gab`s ein 23:1. Die schwer angeschlagenen Sparringpartner schlichen hängenden Kopfes zum eine Minute entfernten Gasthaus des Rapid-Fans Kurt MADER. Der fragte besorgt: "Warum schaut´s denn so deprimiert?" Antwort: "Wir haben gerade 23:1 verloren." Mader entgegnete: "Macht´s euch nichts draus. Letztes Jahr sind welche gekommen, die 0:28 verloren haben!" Damit konnte Mader keinen Trost spenden. Denn er hörte den Satz: "Des waren auch wir!"

 

Quelle: RAPID-Wuchteln, Autor: Herbert Feurer, Peter Linden
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